[Review] – Pokémon Alpha Saphir (3DS)

[Review] - Pokémon Alpha Saphir

Das Spiel, um das es in diesem Review geht, erschien bereits 2003 für den Game Boy Advance und in diesem Jahr legte man es für den 3DS neu auf und verpasste ihm nicht nur einen aktuellen Grafikstil, sondern erneuerte das Spiel rundum, sodass es nicht nur für Nichtkenner der Originale interessant sein dürfte. Doch mehr dazu in folgendem Review:

Die Story des Spiels ist, wie so oft bei den Pokémon-Spielen, sehr einfach gehalten: Da euer Vater dort Arenaleiter ist, zieht ihr mit eurer Mutter in die Hoenn-Region, um kurz darauf Professor Birk zu begegnen, welcher euch den Pokédex schenkt und den Auftrag gibt, ihn mit Pokémon-Daten zu füllen.

Euer Starter-Pokémon wählt ihr diesmal aus Geckarbor, Hydropi oder Flemmli.

Somit beginnt euer Abenteuer, in dem ihr die weitläufige Hoenn-Region erkundet, Pokémon sammelt, tauscht und gegen Arenaleiter kämpft, um, im besten Fall, Pokemon-Champ zu werden. Außerdem müsst ihr eine feindliche Gruppe namens Team Aqua besiegen, die die Meere der Hoenn-Region vergrößern will.

Im Falle von Pokémon Omega Rubin ist dies Team Magma, welche die Landmassen erweitern wollen.

Wenn ihr dann so durch das hohe Gras streift oder mit Surfer über die Meere schippert, kann es manchmal vorkommen, dass ein Körperteil eines Pokémons aus dem Gras bzw. dem Wasser ragt und ihr den Ruf dessen hört. In solch einem Fall müsst ihr euch an das Pokémon heranschleichen, indem ihr das Circle-Pad leicht in eine Richtung bewegt. Pokémon, die ihr auf diese Art gefangen habt, besitzen meist besondere Werte, eine seltene Fähigkeiten oder ein Item. Hier kommt auch eine neue Funktion zum Einsatz: Das Pokédex-Navi. Auf diesem wird für jede Stelle, an der Pokémon erscheinen können, angezeigt, welche ihr bereits gefangen habt und ob ihr noch suchen müsst. Erscheint der Teil eines Pokémons vor euch, müsst ihr auf dem Navi die Lupe anklicken, um dieses zu scannen und zu sehen, welche Werte, Fähigkeiten oder Items es besitzt.

Auch neu ist der Nachrichten-Kanal, in dem von den neuesten Meldungen aus der Hoenn-Region berichtet wird. Zudem könnt ihr euch die Karte nun dauerhaft auf dem Touchscreen anzeigen lassen. Das PSS, PokémonAmi und das Supertraining sind auch wieder mit dabei.

Das Fliegen wurde auch überarbeitet und ihr könnt nun neben Städten auch Routen anfliegen. Eine sehr nützliche Funktion, mit der man eine Menge Zeit einsparen kann.

Apropos Fliegen: Im Laufe der Hauptgeschichte erhaltet ihr Latias (in Omega Rubin Latios), die Äon-Flöte und die Attacke Überflieger, mit der ihr über Hoenn fliegen könnt und so bestimmte Orte erreicht, die sonst nicht zugänglich sind.

Mit Pokémon X und Y wurden neben einem neuen Typen auch die Mega-Entwicklungen eingeführt. Diese sind auch in Alpha Saphir dabei und wurden um einige neue Pokémon erweitert. Allerdings lassen sich die neuen Megasteine nicht auf X oder Y übertragen.

In Alpha Saphir wird das Prinzip der Mega-Entwicklungen noch ein wenig weitergeführt, denn die beiden legendären Pokémon Kyogre und Groudon können mit einem bestimmten Stein eine Protomorphose durchführen und so zu ihrer Urzeitform zurückkehren.

Aber auch Nebenbeschäftigungen sind wichtig und von denen gibt es viele: So könnt ihr altbekannt dass PSS nutzen, um euch mit anderen Spielern zu vernetzen und mit ihnen zu kämpfen und zu tauschen, eure Pokémon mit speziellen Muffins und Minispielen in PokémonAmi verwöhnen oder sie mit Boxsäcken im Supertraining trainieren.

Für die Kreativen unter euch gibt es Wettbewerbe, bei denen ihr euer Pokémon verkleiden und Minispiele spielen müsst. Nach der erstmaligen Teilnahme erhaltet ihr zudem ein Pikachu im Cosplay-Design.

Bekannt aus den Originalen sind die Geheimbasen, die ihr nach Belieben designen und via Streetpass oder QR-Code teilen könnt.

Das technische Grundgerüst, von Pokémon Alpha Saphir basiert auf Pokémon X und Y, wurde jedoch mit vielen kleinen optischen Gimmicks aufgehübscht. So sitzen zum Beispiel Wingulls am Strand und werden von euch verscheucht, wenn ihr ihnen zu nahe kommt oder die Begegnungen mit wichtigen Charakteren sind lebendig animiert. Auch sind die Hintergründe der Kämpfe viel detaillierter als in X und Y.

Bedingt durch diese Details, kommt es in Kämpfen im 3D-Modus zu sehr vielen Einbrüchen der Framerate und das Spiel ruckelt noch mehr als Pokémon X und Y.

Außerdem gibt es zwischen mehreren Städten und Routen eine kleine Ladezeit von etwa einer Sekunde und die Oberwelt ist, bis auf einige Ausnahmen wie Höhlen, weiterhin in 2D.

Die Musik der Originale wurde wundervoll überarbeitet und ist ein Genuss für die Ohren.

 

Insgesamt ist Pokémon Alpha Saphir ein fast perfektes Pokémon-Spiel, welches sowohl Kenner der Originale, als auch Neulinge begeistern wird. Hoenn wurde liebevoll in den neuen Grafikstil überführt und mit den neuen Funktionen, Pokémon und Regionen bietet es eine Menge Stoff, der diese Neuauflage vollkommen rechtfertigt. Die Hauptstory wird euch etwa 22 Stunden an den Handheld fesseln. Allerdings habt ihr dabei noch nicht einmal ein Drittel aller Pokémon entdeckt, geschweige denn gefangen und auch die vielen Nebenbeschäftigungen werden viele von euch noch weitere Stunden beschäftigen. Nach dem Ende der Geschichte gibt es außerdem noch eine Überraschung mit weiterem Inhalt. Lediglich die bestehenden technischen Mängel hindern mich daran, die Höchstwertung zu vergeben und so gibt es eine immer noch sehr gute Wertung von 92%.

 

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